Ein kleines Fenster
by AVoxx
About this track
Lyrics, Music & Vocals: Andreas Herrmann - AVoxx Ich steh am Fenster, die Tasse wird kalt Dein Name liegt noch auf meinem Schreibtisch verstreut Im Flur hängt der Mantel, den du nie abgeholt hast Und jeder Raum tut so, als wär nichts geschehn Ich zähl die Dinge, die geblieben sind Ein Schlüssel, zwei Bilder, ein halber Satz Was man verliert, verschwindet nicht einfach Es wartet leise hinter jedem Platz Sag mir, wohin mit dem Teil von mir Der noch an deiner Tür steht Sag mir, wie man weitergeht Wenn man sich selbst nicht versteht Ich trag den Tag wie einen zu großen Mantel Und tu so, als wär er leicht Doch wenn die Nacht durch die Fenster steigt Merk ich, dass mir etwas fehlt Im Supermarkt greif ich nach deinem Kaffee Dann fällt mir ein, du kommst nicht mehr heim Die Frau an der Kasse fragt nach Kleingeld Ich suche zu lange in meiner Hand hinein Ich kenn jetzt jede Falte im Vorhang Den Ton, den die Heizung morgens macht Man kann sich an alles gewöhnen Nur nicht daran, dass niemand fragt Sag mir, wohin mit dem Teil von mir Der noch an deiner Tür steht Sag mir, wie man weitergeht Wenn man sich selbst nicht versteht Ich trag den Tag wie einen zu großen Mantel Und tu so, als wär er leicht Doch wenn die Nacht durch die Fenster steigt Merk ich, dass mir etwas fehlt Vielleicht ist Heilung kein großer Moment Vielleicht nur ein Schritt bis zum Briefkasten Vielleicht ein Morgen, an dem ich aufwach Und deinen Namen nicht mehr ausspreche Ich weiß jetzt, wohin mit dem Teil von mir Ich stell ihn vorsichtig ins Licht Ich muss nicht vergessen, was gewesen ist Nur nicht daran zerbrechen, wenn es spricht Ich trag den Tag noch immer etwas schwer Doch er gehört wieder mir Und wenn die Nacht durch die Fenster steigt Bleibt ein kleines Fenster offen hier Ein kleines Fenster offen hier